Dr. med. Bernhard Spahn hno Friedrichshafen Dr. med. Bernhard Spahn
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AKUPUNKTUR IN DER HNO-HEILKUNDE

 

Herkunft und Geschichte

Die Akupunktur ist eine Jahrtausende alte, ursprünglich aus China stammende Heilmethode. Die frühesten schriftlich niedergelegten Berichte finden sich im Shi Ji, den Schriften des Historikers Sima Qian der Han- Dynastie (206 v. bis 220 n. Chr.). Seit dem 17.Jahrhundert wird die Akupunktur auch in Europa angewendet. In Deutschland ist sie spätestens seit 1825 bekannt: Heinrich von Michaelis, der Leibarzt des preußischen Königs, setzte sie erfolgreich zur Schmerzlinderung bei seinem königlichen Patienten ein. Inzwischen kann jedermann in den Genuss einer Akupunktur-Therapie kommen: Seit der Öffnung Chinas (in der Mitte der 70er Jahre) findet diese Heilmethode im Westen immer mehr Interesse und Anerkennung in der Fachwelt und bei Patienten.

 

Wirkungsweise

Nach den chinesischen Vorstellungen fließt durch ein System von Leitbahnen, den sogenannten Meridianen, die Lebensenergie Qi und reguliert die Körperfunktionen ähnlich wie bei einem Netzwerk. Danach sind Störungen im harmonischem Fließen der Lebensenergie Qi Ursache für die meisten Erkrankungen.

 

Modell der Meridiane

HNO

Modell der Meridiane

HNO

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Die Meridiane verlaufen polar in der Längsachse des Körpers und verbinden anatomisch genau definierte Akupunkturpunkte. Die Akupunktur beruht auf dem Prinzip der Wechselwirkung von Körperinnerem und Körperoberfläche. Störungen im Inneren des Körpers führen zu Druck- und Schmerzempfindlichkeit der Punkte, deren Hautwiderstand deutlich herabgesetzt ist.

Der Nadelstich aktiviert dünne Nervenfasern im Muskel, die Impulse zum Rückenmark leiten, wodurch drei in der Analgesie zusammenwirkende Zentren aktiviert werden: das Rückenmark, das Mittelhirn und die Hypothalamus- Hypophysenachse.

 

 

Die Akupunktur kann zerstörte Strukturen nicht wieder herstellen, wohl aber gestörte Funktionen wieder harmonisieren. Ob Akupunktur im individuellen Fall helfen kann, sollte persönlich mit dem behandelnden Arzt/ Ärztin besprochen werden.

 

 

Vorteile

Die Akupunktur setzt auf die Selbstheilungskräfte des Körpers und verursacht keine unangenehmen Nebenwirkungen. In den Händen des qualifizierten und erfahrenen Therapeuten ist die Akupunktur eine schonungsvolle Heilmethode.

 

Akupunkturnadeln

Es handelt sich um sterile Einmal-Akupunkturnadeln (Seirin). Die präzise geschliffene Nadelspitze ermöglicht den nahezu schmerzfreien Einstich.

 

Dauer der Behandlung

Eine Akupunkturbehandlung dauert etwa 30–45 Minuten. Die Anzahl der notwendigen Therapien und Intervalle hängt von der Art der Erkrankung ab.

 

Kosten der Behandlung

Die meisten privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten ganz. Detaillierte Informationen erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse sowie bei der deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur.

 

www.daegfa.de

 

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Anerkennung der Akupunktur

Die Wirksamkeit der Akupunktur wird heute auch von kompetenten Experten anerkannt. Eine von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beauftragte internationale Expertenkommission hat eine Liste erstellt, in welcher die Anwendung der Akupunktur bei über 40 Diagnosen empfohlen wird. Die folgende Liste nennt nur wenige Beispiele aus dieser Liste: Migräne, Ischialgien, rheumatische Beschwerden, Schulter-Arm-Syndrom, Zahnschmerzen, Heuschnupfen, chronischer Schnupfen-Sinusitis, chronischer Husten, akute Bronchitis, Bronchialasthma etc.

 

Akupunktur in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

Die Akupunktur ist wesentlicher Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin (TCM).

Hier werden alle Dinge im polaren Spannungsfeld von Yin und Yang betrachtet. Yin ist in dieser Vorstellung der empfangende ruhende Pol, Yang der hervorbringende agierende Pol. Funktionell betrachtet ist Yin Leere und Yang Fülle. Yin und Yang ergänzen sich in dauernd ablaufenden dynamischen Prozessen zu einem harmonischen Ganzen.

 

Aus neurophysiologoischer Sicht wird die Akupunktur als eine besondere vegetative Reflextherapie erklärt. Durch Setzen sogenannter cutoviszeraler Reize (Sympathicus,Parasympathicus), d.h. Aktivieren von Nervenbahnen zwischen Haut und inneren Organen, kommt es neurophysiologisch zu einer Spannungsänderung im autonomen Nervensystem sowie einer Endorphinaktivierung (Ausschüttung körpereigener morphinähnlicher Hormone) im Zentralnervensystem ebenso wie zu Encephalinausschüttung oder biogener Amine wie z.B. dem neuroendokrinen Hormon  Serotonin, der als Neurotransmitter dient.

 

Zusammenfassend hat die Akupunktur eine schmerzlindernde, sympathikolytische (durchblutungsanregende), muskelentspannende, immunstimmulierende, endokrine (Ausschüttung von Hormonen) und psychisch ausgleichende Wirkung.

 

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Ohrakupunktur:

Die Ohroberfläche bildet eine Reflexzone, auf der alle Organe des Körpers dargestellt sind. Die Untersuchung der Ohrreflexzonen liefert Erkennntnisse zur Akupunktur-Therapie von Schmerzen und Beschwerden oder Funktionsstörungen des gesamten Organismus. Durch die kurzen Reflexwege zum Gehirn tritt bei der Ohrakupunkturbehandlung eine besonders schnelle und wirkungsvolle Reaktion ein. Auch Störfelder lassen sich am Ohr präzise ermitteln und mit Akupunktur behandeln.

 

 

Ohrakupunktur

HNO

Hördiagnostik

HNO

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Im HNO-Fachgebiet ist die Akupunkturbehandlung entsprechend der Indikationsliste der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei folgenden Erkrankungen sinnvoll:

 

Riechstörungen
Akute Rhinitis - Bronchitis
akute und chronische Pharyngitis
Asthma bronchiale
Trigeminusneuralgie

Gesichtsnervenlähmung/

Fazialisparese

HWS-Syndrom
Sinusitis
Erkältungskrankheiten
Tonsillitis
Zahnschmerzen
Kopfschmerzen
Migräne
Menière`sche Erkrankung
Schwindel
Reisekrankheit

 

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Naturheilverfahren

Die Naturheilkunde ist die Lehre von der Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten unter Einsatz von der natürlichen Umwelt entnommenen und naturbelassenen Heilmittel: Physikalische Reize (Licht, Luft, Wärme/Kälte, Bewegung/Ruhe), alimentäre Faktoren, pflanzliche und natürliche Arzneistoffe sowie psychosoziale Einflußfaktoren (Gespräche, Beratung)

 

Neuraltherapie nach Hunecke

Zu den anerkannten Naturheilverfahren zählt auch die Neuraltherapie, die auf der Annahme beruht, dass sich Beschwerden und Erkrankungen über eine Lokalbetäubung an ausgewählten Stellen - sogenannten „Störfeldern“ (Herde), die sich bei Verletzungen oder Entzündungen bilden, behandeln lassen.

 

Die Neuraltherapie ist somit eine Form der therapeutischen Lokalanästhesie zur Ausschaltung hypothetischer Störfelder unter der Vorstellung, dass durch die sogenannte Entblockung einer vermuteten nerval vermittelten Ursache-Wirkbeziehung zwischen Störfeld und erkranktem Organ eine natürliche Heilung einsetzen kann.

 

Links

www.daegfa.de

www.zaen.de

 

 
Dr. med. Bernhard Spahn
 

 

 

 

 

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