Dr. med. Bernhard Spahn hno Friedrichshafen Dr. med. Bernhard Spahn
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HÖRDIAGNOSTIK

 

Angebot der Praxis

 

Beim Neugeborenen, Säugling, Kleinkind:

Otoakustische Emissionen (OAE)

Cochleascan (frequenzspezifische automatisierte Ermittlung der Hörschwelle)

Hirnstammaudiometrie (BERA) und automatisierte Hirnstammaudiometrie (AABR)

Evtl. kindgerechter Hörtest mit Spielelementen

 

Beim Kindergartenkind, Vorschulkind:

Mainzer Kindertest und Göttinger Kindertest mit Bildmaterial

Tonaudiometrie mit Einsatz von Bauklötzen und Bildern

Impedanzmessung zur Prüfung der Schwingungsfähigkeit des Trommelfells

 

Bei behinderten Patienten:

Mix aus Bild-unterstützten Hörtests mit objektiven Messverfahren (siehe Kleinkinder)

 

Beim Schulkind und beim Erwachsenen:

Tonaudiometrie mit Sinustönen, mit und ohne Verdeckung

Sprachaudiometrie, tw. mit Störgeräusch

Impedanzmessung, Teste zur zentralen Hördiagnostik

Ggf. Hörteste zur Überprüfung von Hörgeräten

 

 

Hörprüfung beim Säugling:

Die meisten geburtshilflichen Kliniken oder Abteilungen führen in den ersten Lebenstagen
ein Hörscreening durch. Dabei werden in einer minutenschnellen Messung die otoakustischen Emissionen (OAE) abgeleitet.

 

Ableitung OAE

HNO

Ableitung OAE

HNO

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Hördiagnostik bei Säuglingen

HNO

Hördiagnostik bei Säuglingen

HNO

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Hördiagnostik bei Säuglingen

HNO

Hördiagnostik bei Säuglingen

HNO

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Bei nicht erfolgter Messung, bei unklarem Befund oder unsicherem Messergebnis sollte die Höruntersuchung mit besserer Messtechnik unbedingt in der HNO-Praxis erfolgen.


Dabei kommen auch andere Meßmethoden, wie z. B. die Hirnstammaudiometrie (BERA) zur Anwendung.

 

Otoakustische Emissionen (OAE)

Das Ohr wandelt beim Hörvorgang nicht nur Schallschwingungen in elektrische Energie um, sondern sendet auch (sehr leise) Schallwellen aus. Diese entstehen als Folge der Zellaktivität der äußeren Haarzellen im Innenohr, quasi als Abfallprodukt des Hörvorganges. Mit einem hochempfindlichen Mikrophon und entsprechenden EDV-Programmen können wir diese Emissionen messen.


Gut ableitbare Emissionen sprechen mit einer Genauigkeit von ca. 97 % für ein Gehör, das eine normale sprachliche und soziale Entwicklung erlaubt.

 

Eine weitere Entwicklung (aus der TU München) sind die Distorsionsprodukte der otoakustischen Emissionen (Cochleascan): hiermit kann mit guter Wahrscheinlichkeit die Hörschwelle  im Bereich 1500 bis 6000 Hz bestimmt werden. Der automatisierter Messvorgang nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch.      

 

Die Messung ist schmerzfrei, dauert ca. 30 – 120 Sekunden, das Baby hört dabei Geräusche wie einen Zweitonklang oder Klappern. Ein kleiner Ohrstöpsel wird dabei in die Ohrmuschel gesteckt.

 

Das Kind sollte zur Messung satt, frisch gewickelt und zufrieden müde sein – bei schlafenden Kindern ist das Messergebnis am schnellsten zu erzielen. Die Messung kann am besten im Liegeteil des Kinderwagens oder im Babysitz erfolgen. Auch im Arm der Mama liegend kann das Baby untersucht werden.

 

Diese Messtechnik ist beim Hörscreening führend, d. h. wird im Rahmen der Säuglings-Vorsorgeuntersuchung verwendet.

 

 

Hirnstammaudiometrie (brainstem evoced response audiometry, BERA)

Hier wird die Reizweiterleitung des elektrischen Impulses im Hörnerv/Hirnstamm nach einem akustischen Reiz gemessen. Diese elektrische Aktivität kann man mit hochempfindlichen Elektroden auf der Kopfhaut ableiten und mit einem entsprechenden EDV-Equipement auswerten.
Bei Neugeborenen mit Risikofaktoren für eine Hörstörung (u. a. Frühgeburt vor der 32. SSW, Geburtsgewicht unter 1500g, familiäre Hörstörungen, Sauerstoffmangel während der Geburt, kritische Hyperbilirubinämie) soll die BERA in automatisierter Messtechnik (AABR) in die Hördiagnostik einbezogen werden.

 

Dazu ist notwendig, 3 Ableitelektroden auf Ohrgegend und Stirn zu kleben, ähnlich wie Elektroden bei EKG oder CTG. Aus einem Kopfhörer neben dem Ohr des Kindes kommen Geräusche wie Morsezeichen.
Diese Messtechnik ist weniger von äußeren Störfaktoren (wie Schmatzen oder Zappeln des Kindes) als die OAE beeinflussbar, aber zeitaufwändiger.
Die besten Voraussetzungen für eine schnelle Messung sind bei den OAE beschrieben.

 

 

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Informationen zum Thema

Das Hören ist Grundvoraussetzung für die zwischenmenschliche Kommunikation. Nur ein funktionierendes Gehör erlaubt den normalen Erwerb der Sprache und auch sprachverbundener Fähigkeiten wie Lesen und Schreiben.
Das Hören ist sehr viel komplexer aufgebaut als das Sehen, nimmt mehr Raum und Leistung im Gehirn in Anspruch.

 

Die wissenschaftliche Forschung hat in den letzten Jahrzehnten viele Techniken und Möglichkeiten entwickelt, das Hören messbar zu machen und schlechtes Hören zu verbessern.

 

Grundsätzlich zu unterscheiden sind

Die Hörkraft (dass etwas gehört wird)
Die Hörschärfe (dass das Gehörte analysiert und verstanden wird)

 

Wie funktioniert der Hörvorgang?

 

„Peripheres Gehör“

Ohrmuschel > Gehörgang > Mittelohr > Innenohr > Hörnerv

 

Schallwellen erreichen die Ohrmuschel, werden durch diese gezielt in den Gehörgang gelenkt, das Trommelfell als luftdichter Abschluss des Gehörgangs wird in Schwingungen versetzt. 3 Gehörknöchelchen übertragen und verstärken diese Schwingungen und leiten sie weiter an eine Membran, dem ovalen Fenster. Das ovale Fenster schließt das Innenohr zum Mittelohr ab.

 

 

Ohrmikroskopie

HNO

Ohrmikroskopie

HNO

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Das Innenohr besteht aus 3 flüssigkeitsgefüllten Gängen, die in einem umhüllenden Schlauch verpackt sind. Dieser Schlauch windet sich 2,5 mal, einem Schneckenhaus sehr ähnlich (lateinisch cochlea, Hörschnecke). Durch die Schwingung des ovalen Fensters wird die Flüssigkeit in den Gängen in Bewegung versetzt, es bildet sich eine Flüssigkeits-Wanderwelle aus.


Entlang dem inneren Gang sind 2 Reihen von Hörzellen, die inneren und äußeren Haarzellen, positioniert. Diese wandeln die Wellenbewegung in elektrische Impulse um; vergleichbar vielleicht mit einem feinen Tastschalter, der auf Druck Strom fließen lässt.


Insgesamt ca. 20000 Haarzellen sind an diesem Umwandlungsvorgang beteiligt. Dieser mechano-elektrische Umwandlungsvorgang kostet viel Energie, erfordert eine gute Durchblutung des Innenohres. Die elektrischen Impulse werden dann im Hörnerv, wie in einem Elektrokabel, dem Gehirn zugeleitet.

 

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„Zentrales Gehör“
Hörbahn in Hirnstamm und Mittelhirn > Hörzentrum im Mittel-Zwischen-Großhirn

 

Hördiagnostik bei Kindern

HNO

Hördiagnostik bei Kindern

HNO

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Die Hörbahn im Gehirn analysiert und modifiziert das Gehörte nach bestimmten Qualitäten, z. B. nach Anfang und Ende eines Hörreizes, nach Zeit- und Rhythmusmerkmalen. Das Gehörte wird somit präpariert für die genaue Hörwahrnehmung im Großhirn.

 

Einflüsse der Psyche, Abgleich mit bereits bekannten Höreindrücken, Ausfiltern informationsloser Signale erfolgen ebenfalls auf dem Weg des Gehörten zum Großhirn. Die Höreindrücke beider Seiten werden zusammengeführt und verknüpft.

 

Im Großhirn (Cortex) wird das mittlerweile modifizierte Hörsignal wahrgenommen, das heißt bewusst erlebt. Die einzelnen Hirnhälften haben dabei bestimmte Dominanzen, z. B. für das Wahrnehmen von Musik, Sprache, Rhythmus. Das zentrale Hören ist bei weitem noch nicht ausreichend erforscht, das Wissen darüber nimmt laufend zu.

 

Das Hören im Lauf des Lebens

Bereits im Mutterleib beginnt das bewusste Hören, ab der 22. Schwangerschafts-
woche reagiert der Fötus auf akustische Reize. Das wusste bereits die Bibel: Lukas 1,41“als Elisabeth den Gruß Mariens hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib“ (das muss um die 20. Schwangerschaftswoche passiert sein).


Die rasante Entwicklung der Hörkraft und Hörschärfe vom Neugeborenen zum Kleinkind ermöglicht den Spracherwerb, mit Eintritt in die Schule ist die Entwicklung der Hörbahn weitgehend perfekt.


Das Gehör altert, v. a. die Innenohrhaarzellen lassen in ihrer Funktion nach. Umwelteinflüsse wie Lärm, infektiöse Erkrankungen, Genussmittelmissbrauch und Herzkreislauferkrankungen stören die Zellfunktion. Hohes Alter allein ist aber kein Grund für eine relevante Hörschwäche.

 

 

Links

http://www.uni-tuebingen.de/cochlea/deutsch/frame_research_dt.htm
http://www.ukgm.de/ugm_2/deu/umr_pho/12215.html
http://www.neugeborenen-hoerscreening.de/

 

 

Infomationsplattform der Patienten-Selbsthilfeorganisation
"Vereinigung Akustikus Neurinom": www.akustikus.de

 

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Dr. med. Bernhard Spahn
 

 

 

 

 

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