Dr. med. Bernhard Spahn hno Friedrichshafen Dr. med. Bernhard Spahn
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SCHLUCKSTÖRUNGEN

 

 

Angebot der Praxis

Klinische Schluckuntersuchung
Funktionelle Schluckdiagnostik

 

Untersuchung, Ablauf, Zeitplanung

Die Untersuchung des Schluckvorgangs benötigt Zeit: nach der funktionellen Untersuchung von Zunge und Gesichtsmuskulatur wird der Schluckvorgang mit verschiedenen Nahrungsmitteln (flüssig, breiig, fest), die mit blauem Speisefarbstoff angefärbt sind, abgeklärt.
Dazu wird mit einem flexiblen Endoskop (Durchmesser 3,5 mm) über die Nase in den Rachen geblickt. Zur Untersuchung braucht man keine besondere eigene Vorbereitung, man muss auch nicht nüchtern sein. 

 

Bild: Aspiration von Nahrung

HNO

Aspiration von Nahrung

HNO

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Video: Schlucken Normalbefund

 

HNO

Video: Schlucken Normalbefund

 

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Informationen zum Thema

Länger andauernde oder bleibende Probleme beim Schlucken sind nicht selten: als Folge von Schlaganfall oder neurodegenerativen Erkrankungen (wie Parkinson-Syndrom, Demenz verschiedener Typen) aber auch infolge von Tumoren im HNO-Bereich. Auch die Nebenwirkungen einer operativen oder Strahlentherapie im Halsbereich betreffen das Schlucken.

 

Häufigkeit der Schluckstörungen („Dysphagie“)

 

Parkinson-Syndrom  

 

bis 50 Prozent (je nach Krankheitsdauer)

 

Schlaganfall

 

 

bis 70 % in der Akutphase

25 % in der chronischen Phase

 

Multiple Sklerose

 

 bis 40 %  je nach Schweregrad

 

Tumore im Rachen

 

bis 100 %     

      

                                      

Folge dieser Schluckprobleme sind Mangelernährung, Lungenentzündungen nach ungewollten Nahrungseintritt in die unteren Luftwege („Aspirationspneumonie“) und auch soziale Ausgrenzung (das Essen dauert sehr lange, es wird Nahrung verschüttet etc.).

Letztlich treten Schluckschwierigkeiten allein durch den Alterungsprozess des Menschen auf, Verschlucken oder Kloßgefühl im Hals bei und nach dem Schlucken sind im hohen Alter nicht selten.

 

Eine weitere Ursache für Schluckstörungen mit erhöhtem Schluckwiderstand oder Engegefühl im Hals sind Refluxerkrankungen, also magensäurebedingte Schädigungen der Speiseröhrenschleimhaut mit Auswirkungen bis hinauf in den Kehlkopf.

 

Schluckphysiologie

Bei der Aufnahme der Nahrung und beim Schlucken sind ca. 25 Muskelpaare beteiligt, deren Steuerung übernehmen 2 Schluckzentren im Gehirn. Der Ablauf des Schluckens wird durch Nervenbahnen im Gehirn, 5 in den Hals ziehende Hirnnerven und durch Nerven der oberen Halswirbelsäule gesteuert – wobei ständig sensible Rückmeldungen ins Gehirn im Sinne eines Regelkreises erfolgen.
Ab Eintritt des Nahrungsbreies hinter die Gaumenbögen ist der Schluckvorgang automatisiert – also autonom gesteuert und nicht willentlich beeinflusst. Der Transport der Speise benötigt dann ca. 1 Sekunde, um in den Magen zu gelangen.
„Verschlucken“ mit nachfolgendem Husten (als Schutzreflex) tritt dann auf, wenn Speisebestandteile in den Kehlkopf oder Luftröhre kommen. Dieser Schutzreflex ist einer der schnellsten Reflexe des Menschen.

 

 

Links

www.dg-dysphagie.de

www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/030-111.html

 

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Dr. med. Bernhard Spahn
 

 

 

 

 

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