Dr. med. Bernhard Spahn hno Friedrichshafen Dr. med. Bernhard Spahn
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STIMMSTÖRUNGEN

 

 

Angebot der Praxis

Lupenlaryngoskopie mit Stroboskopie, evtl. mit Videoaufzeichnung

Flexible transnasale Stimmuntersuchung

Stimmanalyse (Stimmfeld, Stimmklang, Stimmdynamik)

 

Untersuchung, Ablauf, Zeitplanung

Die Untersuchung des Kehlkopfes und seiner Stimmleistung findet am besten nach stimmlicher Ruhephase von einigen Stunden statt. Akuterkrankungen der oberen Luftwege schränken die Leistungsfähigkeit ein, sind also bei der Analyse der Stimme unerwünscht.
Der Untersuchungsgang selbst ist harmlos, ggf. wird ein Oberflächenanästhetikum (Betäubungsmittel für die Schleimhaut des Rachens) in den Mund eingesprüht. Die Diagnostik der physikalischen Stimmparameter geschieht durch Textlesen und Singen (ohne Publikum) an einem EDV-gestützten Messplatz.

 

 

Klassische Spiegeluntersuchung

HNO

Klassische Spiegeluntersuchung

HNO

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Videoendoskopie

HNO

Moderne Videoendoskopie

HNO

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Informationen zum Thema

Stimmstörung bedeutet, dass die Leistungsfähigkeit des stimmbildenden Organs, des Kehlkopfes, eingeschränkt ist. Die Ausprägung der Stimmstörung variiert von Heiserkeit (Dysphonie) bis hin zur Stimmlosigkeit (Aphonie).
Die häufigste Form der Heiserkeit ist jedem von uns bekannt, die Heiserkeit bei einem Infekt von Rachen und Kehlkopf.

 

Die menschliche Stimme ist in ihrer Leistungsfähigkeit und Modulationsfähigkeit beeindruckend. Der Umfang der Stimme reicht von ca. 50 Hz bis zu 2000 Hz, ( C bis f3 auf der Klaviertastatur), je nach Stimmgattung bzw. Kehlkopfgröße. Die Stimmumfänge für nicht trainierte Stimmen sind

 

Für Sopran a – g2
Für Alt f – e2
Für Tenor H - g1
Für Baß E – c1

also knapp 2 Oktaven

 

Im unteren Drittel des Stimmfeldes liegt die sog. mittlere Sprechstimmlage, um die beim normalen Sprechen die Tonlage pendelt. Bei Frauen liegt diese bei g – c1, bei Männern bei G – c. Das bedeutet physikalisch ausgedrückt, dass bei Frauen die Stimmlippen (unkorrekt Stimmbänder) mit ca. 200 – 250 Schwingungen pro Sekunde, bei Männern mit ca. 100 – 130 Schwingungen pro Sekunde in Bewegung sind.

 

Die Lautstärke der Stimme hängt vom Anblasedruck der Lunge (Ausatmungsdruck) und vom Muskelapparat des Kehlkopfes ab, die max. Stimmlautstärke dürfte bei 120 dB liegen. Der Stimmklang wird von den anatomischen Regionen oberhalb der Stimmlippen (sog. Ansatzrohr) und der Feinbeweglichkeit der Stimmlippen selbst bestimmt.

 

Die Stimmlippen sind das Herzstück des Kehlkopfes und die bestimmende Funktionseinheit für die Stimmqualität. Sie sehen aus wie die Saiten einer Harfe, aber weiß und breiter. Ihr Aufbau mit Muskel und verschieblich gelagertem Epithel erlaubt die feinen Schwingungs bewegungen, die Flügelschlägen einer Möwe ähneln.

 

 

Kehlkopf (Stimmbildung)

HNO

Kehlkopf (Stimmbildung)

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Kehlkopf (Atmung)

HNO

Kehlkopf (Atmung)

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Störungen der Stimme bedeutet meistens Störungen der Schwingungsfähigkeit der Stimmlippen. Organisch sind dafür entzündliche Veränderungen (Schwellung, Rötung, Unruhe der Oberfläche) oder gutartige Auflagerungen (Polypen, Knötchen, Zysten) oder bösartige Veränderungen (Kehlkopfkrebs) verantwortlich.

 

Auch Veränderungen durch falschen Stimmgebrauch (Schreiknötchen), durch Kraftverlust der Muskel (Greisenstimme), durch psychische Störungen oder durch Nervenlähmungen (Stimmbandnervlähmung) können für Heiserkeit verantwortlich sein.

 

Stimmlippenzyste

HNO

Stimmlippenzyste

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Allgemein gilt, dass jede Heiserkeit, die länger als 3 Wochen dauert, fachärztlich mit dem notwendigen Gerät und Wissen abgeklärt werden soll.

 

 

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Der Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom)

Eine gefürchtete Erkrankung ist der Kehlkopfkrebs, ist doch seine Behandlung immer noch mit dem Ruf der Verstümmelung durch lebenslange Stimmlosigkeit und Atmen durch ein künstliches Loch im Hals verbunden.
Hier hat sich in den letzten Jahren vieles zum Positiven geändert, sowohl durch die frühe Erkennung dieser Tumorform als auch durch verbesserte Behandlungskonzepte (z. B. Laserchirurgie).

 

Ca. 7 Fälle von Kehlkopfkrebs kommen auf 100 000 Einwohner im Jahr, das sind ca.

1 – 2 % aller bösartigen Erkrankung in Deutschland.

 

Annähernd ausschließliche Ursache für Kehlkopfkrebs ist das Rauchen. An der engsten Stelle im Luftweg, den Stimmlippen im Kehlkopf, bleiben dabei die schädigenden Inhaltsstoffe des Tabakrauches hängen (N-Nitrosoverbindungen, polyzyklische Kohlenwasserstoffe, Amine) und wirken mutagen bzw. krebsfördernd.
Weitere Ursachen für Kehlkopfkrebs können gewerbliche Noxen (z.B. Asbest, Ruß, Hitze) sein.

 

Das erste Symptom des Kehlkopfkrebses ist in der Regel die Heiserkeit, die sehr zeitig und hartnäckig bei schon sehr kleinen Krebswucherung auftritt. Ein genauer Blick mit der Kehlkopflupe unter stroboskopischer Beleuchtung entdeckt diese Geschwulst sehr treffsicher, die Entfernung des Tumors geschieht dann operativ unter Erhaltung von Kehlkopffunktion und Stimme.

 

Größere Tumoren, die dann schon meist zusätzliche Schluckstörungen verursachen, können in einer Vielzahl der Fälle laserchirurgisch reseziert werden. Die Kehlkopffunktion bleibt dabei erhalten, die Qualität der Stimme nimmt aber zwangsläufig ab.

 

Kehlkopfkrebs (fortgeschritten)

HNO

Kehlkopfkrebs (fortgeschritten)

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Kehlkopfkrebs (linke Stimmlippe)

HNO

Kehlkopfkrebs (linke Stimmlippe)

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Links

http://www.netdoktor.de/krankheiten/Fakta/kehlkopfkrebs.htm

www.krebshilfe.de

 

 

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Dr. med. Bernhard Spahn
 

 

 

 

 

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